2.4.2009
- Spende eines Defibrillators für das Gemeindehaus |
| Beim Vorstand des freufis e.V. war es ein Stück weit der Zufall in Form
einer betrieblichen Ersthelferausbildung, mit der er
erstmalig mit dem Thema Defibrillator in Berührung
kam. |
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| Der plötzliche Herzstillstand ist eine der
häufigsten Todesursachen in unserer Gesellschaft.
Die plötzliche Fehlfunktion des Herzens, das
sogenannte Kammerflimmern, überleben außerhalb eines
Krankenhauses weniger als 5% der Betroffenen. Es sei
denn, man kann in den ersten 5-10 Minuten mit einer
sofortigen Defibrillation und natürlich der
manuellen Herzdruckmassage sowie
Mund-zu-Mund-Beatmung entgegenwirken. |
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| Sinnvoll ist hier der Laien-Defibrillator oder kurz
"Defi" genannt. Er ermöglicht dem Ersthelfer, die
Überlebenschance des Verletzten bis zum Eintreffen
der Rettungskräfte, enorm zu verbessern. Dies war
für die Mitgliederversammlung des freufis Grund
genug zu sagen: "Hier sehen wir Handlungsbedarf." In
Absprache mit der Evangelischen Kirchengemeinde
Stammheim finanziert der Förderverein nun 3 Jahre
lang, einen tragbaren Defi mit einer Safebox, die in
der Zwischenzeit im Evangelischen Gemeindehaus im
Treppenhaus angebracht ist. Während der Mietdauer
werden regelmäßig zu ersetzende Teile wie
Elektroden-Pads und Batterie durch den Vermieter
bereitgestellt. Gesetzlich vorgeschriebene
Änderungen führen zu einem kostenfreien Update durch
den Vermieter. |
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| Den Umgang demonstrierte am
vergangenen Donnerstag Ersthelfertrainer Rabih Karim
den Hauptamtlichen der Kirchengemeinde
(Erzieherinnen, Kirchenpflege, Hausmeisterin, usw.)
sowie interessierten Mitgliedern. Dazu hatte er
seine Übungspuppe Annie mitgebracht, an der auch
Übungen zur Herzdruckmassage und Beatmung
durchgeführt wurden. Das Hauptaugenmerk lag jedoch
auf der Bedienung des Defis. Nach dem Einschalten an
der grünen Taste spicht das Gerät mit dem Bediener
und erklärt alle weiteren Schritte: Schutzfolie
abziehen, Elektroden an aufgedruckten Positionen der
zu defibrillierenden Person ankleben. Die Messung
der Herztätigkeit und die Entscheidung, ob ein
Stromstoß notwendig ist, übernimmt das Gerät mit
100%-iger Sicherheit. Vor der manuellen Auslösung
mit dem orangen Knopf müssen alle Helfer den Kontakt
zur verunglückten Person unterlassen. Das Gerät
warnt jedoch auch nochmals bevor es den rettenden
Stromstoß absetzt. Der nicht, wie fälschlicherweise
in vielen Krankenhaus-Spielfilmen zu sehen, das Herz
nach einer Nulllinie wieder schlagen lässt, sondern
es im Falle des Kammerflimmerns anhält um wieder in
den richtigen Takt zu kommen. Sollte kein Stromstoß
notwendig sein, unterrichtet das Gerät auch darüber
und fordert auf, die lebensrettenden Maßnahmen
fortzusetzen. |
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| Der Vorstand ist froh und ein
wenig stolz diesen Laien-Defi der evangelischen
Kirchengemeinde spenden zu können, hofft aber
gleichzeitig, dass er nie zum Einsatz kommen muss.
Der freufis möchte damit einen Beitrag leisten, das
Gemeindehaus ein Stück weit sicherer zu machen und
die Sensibilität für dieses Thema bei anderen
öffentlichen Institutionen und Firmen wecken. Mit
einer weiteren Verbreitung könnten auch durch Laien
viele plötzliche Herztode vermieden werden. |
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| Weitere Informationen
dazu auf der Homepage des Vertriebs
www.medicassist.de oder bei der Trainingsfirma
www.proapollo.de |
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